Großmuß

Unsere schöne Kirche
unser Dorfweiher, die Degelgruam
das Vereinslokal, Gasthaus Besenhard
der Maibaum
Ortschaft

Entstehungsgeschichte von Großmuß

 

Das Dorf Großmuß enstand aus einer Siedlung im "großen Moose".

Die Besiedlung erfolgte in der ersten großen Siedlungsperiode um das Jahr 1000.

Zwei Quellen weisen in die Frühgeschichte von Großmuß.

Die erste Quelle sind die urkundlichen Nennungen von Muzze, Musse, Mussa nach dem Jahre 1000 in den Schenkungsurkunden der umliegenden Klöster Weltenburg und Rohr.

So genossen auch Bürger aus Großmuß das Vertrauen, als Treuhändler oder Zeugen bei Kauf oder Tausch unterschreiben zu dürfen, so z.B. ein Adelbertus von "Mosse" der als Zeuge anläßlich der Schenkung eines Hofes in Laaber an das Kloster Rohr auftrat.

Als 2. Quellennachweis für die Siedlung Großmuß dienen die Traditionen des Klosters St. Emmeram in Regensburg.

Entsprechend diesem Quellenwerk hatte dieses Kloster in "Mussa" einen Gutshof.

Zudem tauchen zwischen den Jahren 1060 und 1270 eine Reihe von Zeugen in Urkunden auf, die in Muß daheim waren.

Man war lange der Ansicht, daß Rodung und Christianisierung von Großmuß die Mönche von St. Emmeram zu Regensburg vorangetrieben hätten, wie dies in unserem Nachbarort Herrnwahlthann der Fall sein dürfte.

Nachdem in den 30er Jahren die Urkunden und Urbare des Klosters Weltenburg veröffentlicht wurden, erbrachten sie den Beweis, dass Großmuß von den Mönchen aus Weltenburg kultiviert wurde.

Dies dürfte auch der Grund sein, dass in Großmuß, genauso wie in Weltenburg, St. Georg der Patronatsherr der Kirche ist.

Laut urkundlichen Aufzeichnungen kann man sich Großmuß um 1200 und in den folgenden Jahrhunderten als eine Handvoll großer Bauernhöfe vorstellen,

in deren Schatten der kleine Servitutbauer, der Barschalk und der Kölber saßen, bis 1803 die Hofzertrümmerung erfolgte, die 1/2 und 1/4 Hausnummern brachte und die einstigen großen Höfe zersetzte.

Urkundlcih ist zum Beispiel nachgewiesen, dass im Jahre 1040 ein Engilher seinen Besitz zu Großmuß dem Kloster Weltenburg gibt, um die Aufnahme seines Sohnes in das Kloster zu bewirken.

Im Jahre 1128 besaß das Kloster Weltenburg in Großmuß 3 Höfe.

Die Bezeichnung "Großmuß" findet sich erstmals in einer Urkunde des Klosters Weltenburg vom 10.03.1447, als der "Hof und das Gut zu Großmuß" an den Pfarrer Werder von St. Emmeram in Regensburg, zu einem Kaufpreis von 60 Pfund Regensburger Pfennigen (entspricht nach heutigem Wert etwa 350.000 €)

verkauft wurde.

Aus Aufzeichnungen des Pfarrers Sigmund Werder kann man aufgrund der an die Kirchee zu entrichtenden Kirchtrachtwecken auf die Größe des Dorfes Großmuß und dessen Bauernhöfe vor etwa 500 Jahren schließen.

So gab es 19 Häusler und Kleingütler bis zu 10 Tagwerk, 3 Gütler mit einem Besitz von 15-20 Tagwerk und 2 Söldner mit rund 30 Tagwerk, 9 Höfe mit 40-60 Tagwerk und den "Stockhoff die Ainoedt".

Aus diesen Angaben und aus den Niederschriften über die Zehentleistungen an das Kloster Weltenburg ist zu erkennen, dass die Großmußer auf recht stattlichen und ertragreichen Höfen saßen.

 

Die 727 Hektar große Gemarkung Großmuß unterteilt sich heute in etwa 177 Hektar Wald, 50 Hektar Gebäude und Straßenfläche und 500 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Durch den Anbau der Sonderkultur Hopfen gehört Großmuß zum Anbaugebiet Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt.

 

Zur Zeit hat Großmuß 520 Einwohner.

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Vereinsgeschichte der KLJB Großmuß

 

Im Jahre 1966 wurde der Katholische Burschenverein, unter Vorstand Johann Kellerer, in die Katholische Landjugend überführt.

Dies bedeutet, dass zu den Mitgliedern des Burschenvereins noch die Mädchen aus dem Dorf dazukamen, und somit der neu gegründete Verein den Namen Katholische Landjugend trug.

Erster Vorstand  war damals Johann Kellerer und 1. Mädchenführerin war Martha Seiler.

Seelsorger  war zu diesem Zeitpunkt Pfr. Otto Engelmann und das Vereinslokal der Gasthof Reithofer.

1967 beschlossen die damaligen Mitglieder ein Banner für den Verein anzuschaffen und eine Bannerweihe abzuhalten.

(Text aus: Großmuß, im Wandel der Zeit)